Der heißersehnte Urlaub oder das verlängerte Wochenende steht vor der Tür, jedoch da ist plötzlich dieses leichte Kratzen im Hals oder ein brummender Kopf… Und nur wenig später: Husten, Fieber, Übelkeit oder Kopfschmerzen. Und dies ausgerechnet im langersehnten Urlaub oder am verlängerten Wochenende, und eigentlich dann, wenn der Arbeitsstress schon vorbei ist. Studien zeigen, dass fast jeder Fünfte meist im Urlaub oder am Wochenende krank wird – dieses Phänomen wird in der Fachwelt Leisure Sickness bezeichnet.

Hormonantwort des Körpers

Warum ist es aber so, dass wir ausgerechnet dann krank werden, wenn der Urlaub vor der Tür steht? Fast scheint es so, als ob uns zu viel freie Zeit krank macht. Aber tatsächlich sind es die Anstrengungen davor. In dieser Zeit arbeitet unser Körper auf Hochtouren, er schüttet ununterbrochen Stresshormone wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin aus. Diese körpereigenen Hormone wirken fast wie eine Art  Super-Boost, eine Art Doping. Unser Körper hilft uns so, anstrengende, stressige Phasen gut zu überstehen. Ist nun aber die Anstrengung vorbei und freie Tage mit weniger Stress stehen vor der Tür – dann wird die Hormonproduktion abrupt reduziert, das Immunsystem fährt herunter – und Tür und Tor für unterschiedliche Arten von Krankheitserregern werden  geöffnet. 

Folgen erhöhten Stresslevels

Sie werden sich denken – am besten wäre es ja dann, den Stresslevel einfach permanent hochzuhalten. Dieser Gedanke ist jedoch fatal: Chronischer Stress führt nicht nur zu psychischen Erkrankungen wie Burnout, Depression und Angststörungen, sondern kann auch physisch negative Folgen haben und sie könnten schlimmstenfalls Koronare Herzerkrankungen oder Diabetes entwickeln.   

Tipps gegen Leisure Sickness

Welche Möglichkeiten gibt es aber, Leisure Sickness zu entgehen? Wie können wir unseren Arbeitsalltag trotz Stress optimal gestalten?

  • Work-Life-Balance: Oft gehört, aber nicht immer handeln wir danach. Streuen sie im Alltag immer wieder Kurzpausen ein und achten Sie auf genügend Regeneration
  • Bewegung in den Alltag integrieren: Sport aber generell jegliche körperliche  Aktivität tut dem Körper aber auch der Psyche gut  
  • Ausreichend Schlaf: Ähnliches gilt für den Schlaf – gesunder Schlaf ist essenziell für insbesondere unsere psychische Gesundheit   
  • Nicht bis zur letzten Minute auspowern: Optimalerweise sollten sie sich bereits ein paar Tage vor Urlaubsantritt entspannen und ihren Körper an die neue Situation gewöhnen

Kümmern auch Sie sich heute noch um ihre physische, aber auch psychische Gesundheit – beugen Sie auch in stressigen Phasen vor um dann entspannt aber vor allem gesund in den wohlverdienten Urlaub zu starten.